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Geisterjagd (Teil 3) – Musik in Horrorfilmen

Veröffentlicht am 31. Oktober 2020 von Alina

Und da ist er, der 31. Oktober und mit ihm der Abgesang der Gruselsaison, deren Unheimlichkeit zumindest für mich zum größten Teil aus den massenhaften Weihnachtsangeboten besteht.
Um die Geisterstunde rum, werden sehr wahrscheinlich viele Menschen den ein oder anderen Horrorklassiker auf den heimischen Geräten gesehen haben.
Bei vielen Horrorfilmen ist es nicht immer der Plot, der für Gänsehaut und Spannung sorgt, auch nicht unbedingt die Jumpscares, nein. Die Musik spielt in Filmen eine immens wichtige Rolle.

Das Spiel mit der Angst

Mit einem netten 4/4 Takt in einer C-Dur Kadenz unterlegt, wird ein Film wie Saw zwar nicht familienfreundlich, aber nimmt man den Spannungsfaktor der Musik heraus und ersetzt den schrillen Schrecken durch vertraute Takte, können solche Szenen zu weilen beinahe lächerlich scheinen. Warum ist das so?

Wenn wir auf der Straße unterwegs sind und einen Schrei hören, geht der Geist und mit ihm auch der Körper in Alarmbereitschaft. Dies geschieht innerhalb von Sekunden und selten bewusst. Was uns hier alarmiert ist das schnelle An- und Abschwellen der Lautstärke, sie trifft unerwartet und sorgt für Achtsamkeit. Zwar kommt es auch in normalen Konversationen oft zu abrupten Veränderungen der Lautstärke, doch nicht so sehr wie bei einem echten Schrei. Neben Schreien sind meist nur Sirenen, schrille Wecker und Alarmanlagen derart in der Lage uns in Unruhe zu versetzen.

Genau hier setzt Musik in Horrorfilmen an und versucht entweder eben diesen Stimulus imitieren oder derart entfremdet zu klingen. Das beste und wohl bekannteste Beispiel für diese Imitation die Duschszene aus Alfred Hitchcocks ,,Pycho‘‘. Hier scheint neben der Marion Crane auch das Geigenstakkato zu schreien und sorgt somit für Unbehagen, indes die Szene an sich schon eher zu belächeln ist.

Doch warum gruselt uns die Musik manchmal mehr, als die eigentliche Szene?

Das menschliche Hirn sortiert und kategorisiert ohne Pause. Solange das Hirn diverse Bilder als fiktiv einstufen kann, sind diese durchaus gut einzuordnen und zu verarbeiten. Wir wissen es handelt sich um Schauspieler an einem Set, die ein Script und Regieanweisungen haben. Sind wir nun aber weiteren Sinneseindrücken wie in unserem Beispiel durch vermeintlich bedrohliche Geräusche ausgesetzt, wird die Differenzierung schon schwieriger.

Habt ihr Horrorfilmtitel, die euch Gänsehaut bereiten? Lasst es uns wissen!

Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Feuilleton“ mit den Schlagwörtern Halloween, Horrorfilmmusik von Alina veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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