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Hüsch! – Jetzt, heut und hier (2016)

Veröffentlicht am 19. Oktober 2016 von Folkaholix
Hüsch! - Jetzt, heut und hier
Hüsch! – Jetzt, heut und hier

2014 überraschten HüSCH! mit ihrem Debüt „Bann dr Morche grauit„ und setzten maßgebliche und integrale Impulse für eine neue Selbstverständlichkeit deutscher Folklore. Indes sich das erste Album optisch in behagliche Naturverbundenheit inszenierte, irritiert das neue Cover – und offenbart neuerlich wohlüberlegtes Richtungweisen. Erik und das Polk sangen einst über das Singen in Deutsch: „Auch nicht wie die andern Alten, / die nur Tradition verwalten. / Wär’s nicht endlich an der Zeit / für die Selbstverständlichkeit.“ Und so geben sich HüSCH! betont alltäglich – in einem ästhetischen Sinne gegenüber Traditionalisten gar subversiv.

Weiterhin mit Waldzither, Violine, Flöte und Piano sowie vielstimmigen Vokalleistung ausgestattet, die hie und da durch Banjo, Mundharmonika, Akkordeon sowie – von maßgeblicher Wichtigkeit – Maultrommel angereichert werden, festigt das Quartett das Klangspektrum seines musikalischen Vorgängers. Der erste Titel, Der wandernde Musikant, eröffnet in wenig volksmusikalischen Akkorden, umspielt selbige mit behaglichen Flageoletts und gibt der Maultrommel eine musische Daseinsberechtigung. Eine Hommage der Freiheit, die nebenbei dem Geigenspielt frönt.

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„Folk im Fluss 2015: HÜSCH!“ direkt öffnen

Maienzeit knüpft an die HüSCH!-Tradition an, mit bekannten Akkordfolgen zu brechen und jedem Stück nach eigenem Gutdünken eine jazzige, popeske, folkloristische oder anderweitige stilistische Färbung zu geben. Gleichermaßen ist das Fortsetzen des liedweisen Fokussierens tragender Instrumente. So diffundieren HüSCH! durch die Genre, Spielarten und Interpretationen traditioneller, eigenkompositorischer oder klassisch-barocker Weisen. Auf fast 66 Minuten Gesamtlänge schafft es das Quartett weiterhin, die erfrischende Leichtigkeit eigener Unbefangenheit auf seine Zuhörer zu übertragen und behaupten mit „Jetzt, heut und hier“ ihre avantgardistisch Funktion: deutsche Volkslieder und solche, die es sein sollten/könnten, fernab vom unheilvollen Pathos patriotischer Idiotien – eine Hommage dessen, was sie eigentlich ist: Anlass freudvollen Miteinanders.

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„HüSCH! „Über den Berg““ direkt öffnen

Titelliste

  1. Der wandernde Musikant
  2. Maienzeit
  3. Minnich willst de dansen
  4. Es ist ein Schnee gefallen
  5. Thüringer Land
  6. Kein Feuer, keine Kohle
  7. Der Rattenfänger
  8. Jetzt, heut und hier
  9. Die Leineweber
  10. Schneegebirge
  11. Klage und Glück  der Liebe / Rü’s Abschied
  12. Ner lauder Wind
  13. Herbstlied / Alle gute Gabe
  14. Die Gedanken sind frei
  15. Wandrers Nachtlied / Ein Gleiches
  16. Bachs Menuett

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Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern Bann dr Morche grauit, Hanna Flock, heut und hier, HüSCH!, Jetzt, Joachim Rosenbrück, Nico Schneider, Songs of Heimat, Tim Liebert von Folkaholix veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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