Folk News
  • Aktuelles
  • Rezensionen
  • Vorankündigungen
  • Bands
    • Portraits
    • Interviews
    • Konzertberichte
  • Fotos
  • Hall of Fame
    • Video der Woche
    • Alben des Jahres
    • Band des Jahres
  • Tellerrand
  • BodhrÁnswers
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

Ed Romanoff – The Orphan King (2018)

Veröffentlicht am 24. Juli 2018 von Folkaholix
Ed Romanoff - The Orphan King (2018)
Ed Romanoff – The Orphan King (2018)

Bisweilen verhält es sich mit CDs wie im Kontakt mit Menschen. Der erste Eindruck mag nicht auf den ersten Blick oder das erste Ohr von hemmungsloser Sympathie begleitet sein, was weder die Qualität des Silberlings noch des Gegenübers fair bewertet. Auch „The Orphan King“ war mir beim ersten Kontakt nicht unmittelbar grün. Miss Worby’s Ghost eröffnet in seichtem Tempo: Beinahe raschelnd schleicht sich die Snare durch die Zeilen, die achtsam hingesäuselt sind. Im Hintergrund eine bekömmliche zweite Gesangsstimme, E-Bass, flächige Sounds und eine E-Gitarre. Unauffällig. Wenig grün. Auch der zweite Titel, Elephant Man, bleibt tempogemäßigt und verändert – bis auf eine Picking-Gitarre – recht wenig. Neuerlich tritt in den Instrumentalteilen eine E-Gitarre unauffällig in den Vordergrund. Hinzu kommt ein Akkordeon. Und so vergehen neun Minuten des Albums, ohne dass sich ein positiver Erster-Kontakt-Eindruck einstellt. Und dann endlich: A Golden Crown. Im Unisono eröffnen eine Slight-Doppelsaiten-Fiddle und Gitarre. Subtil, jedoch nicht hintergründig, der Sound einer Bodhran. Hier verschmelzen Elemente aus Pop, gemäßigtem Rock und Folk miteinander, ehe der Titel offen endet. Bekömmlich andersartig und vollkommen unerwartet, nach den popesken Arrangements bisher.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

„Ed Romanoff – The Orphan King EPK“ direkt öffnen

Der namengebende Titel The Orphan King überrascht im Duktus neuerlich. Begleitet von Piano tritt erstmals ein Saxophon in Erscheinung, passiert das Grenzgebiet zwischen Kitsch und Wohlgefälligkeit und offenbart die vielschichtigen Einflüsse des 13-Titlers, die ebenso intuitiv-plausibel wie selbstverständlich-intuitiv daherkommen. Without You – dem Namen nach in erster Vermutung tendenziell eher melancholische Ballade – zeigt sich wieder von einer gänzlich anderen Seite: Kokett-frech, jazzig und irgendwie auch ein bisschen countryesk. In erzählendem Vortragsmodus erinnert die Stimme an den jungen Cash. Und weil Terzen immer helfen, unterstreichen ebendiese eindrucksvoll die Country-Attitüde. So auch Less Broken Now – mit Frauenchor und massivem Blechbläsereinsatz.

Ed Romanoff
Ed Romanoff

Jeder Titel dieses Albums strotzt vor Sinnhaftigkeiten der Details. Zwischen Country, Blues, Jazz, Folk, Rock und Pop – Ed Romanoff kredenzt mit „The Orphan King“ ein ganzheitliches Machwerk, das sich schwerlich fassen lässt und durch ebendiese Vielschichtigkeit erst beim genaueren Hinhören seinen Pudelskern offenbart. Für Hörer von Monostilistik gewiss mehr als nur eine Portion zu viel. Für Detailentdecker, Zeitnehmer und Viel(Stil)Hörer jedoch ein scheinbar unerschöpflicher Fundus, um sich auf musikalischem Weg ein bisschen wie Kolumbus, Magellan oder Diaz zu fühlen.

 

Titelliste

  1. Miss Worby’s Ghost
  2. Elephant Man
  3. A Golden Crown
  4. The Orphan King
  5. Without You
  6. Leavin‘ With Someone Else
  7. Less Broken Now
  8. The Ballad of Willie Sutton
  9. I’ll Remember You
  10. The Night Is A Woman
  11. Blue Boulevard (Na Na Na)
  12. Lost and Gone
  13. Coronation Blues

Homepage | Facebook | Bestellen

Dieser Artikel wurde in „Verlosung“ mit den Schlagwörtern Ed Romanoff, The Orphan King von Folkaholix veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Kommentieren Kommentieren abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Angaben mit * sind Pflicht.

Formatierungen und Hilfe anzeigen Formatierungen und Hilfe ausblenden

Wenn Sie ein Bild von sich hinterlassen möchten, tragen Sie bitte die E-Mail-Adresse ein, die Sie auch bei Gravatar verwenden. Möglicherweise müssen Sie sich dort zunächst registrieren.

Formatierungen mittels HTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Welcher Tag kommt nach Donnerstag?
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und willige in die Verarbeitung meiner Daten in diesem Formular ein.

Video der Woche

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Video direkt öffnen

Folk-News-Radio hören

Radio

laut.fm/folknews

Nächste Sondersendung:

Radiopartner

Festivalticker

Festivals im Festivalticker

Netzwerke

Facebook-Seite auf Facebook besuchen
YouTube-Kanal auf YouTube besuchen
Instagram-Seite auf Instagram besuchen
Twitter-Kanal auf Twitter besuchen
Spotify-Kanal auf Spotify besuchen

Schlagwörter

2014 2015 Album Americana Celtic-Folk-Musik Celtic Rock Cobblestones Country Country Folk Dropkick Murphys Festival Maritim Fiddler's Green Flogging Molly Folk Folk-Musik Folk- und World-Musik Folkpunk Folkrock Folk Rock Gewinnspiel Harmony Glen Heiner Breuer Interview irische Musik Irische und schottische Musik Irish Irish and Scottish Folk Irish Folk Jan oelmann Jazz Liedermacher Max Heckel Mittelalter Folk Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS MPS Rastede Mr. Irish Bastard Nobody Knows Pop Singer/Songwriter Singer / Songwriter Stendal Tone fish Versengold Video der Woche

Neueste Kommentare

  • zvAjtkTDccSnPgWHXe zu Im Gespräch: Bea Bacher
  • YFCHzFZEhkkDfZgnrCCqFLJ zu MPS Rastede 2025 – Mythemia & Rapalje
  • OpezSgpCPyWzrZGarQcWVMj zu Im Interview: The Bally Brigade
  • zOVOENFcyjWmnOJLZplmHkAY zu MPS Rastede 2026
  • eigizEbkkRlfHfoTyui zu MPS Rastede 2026

Unterstützt von


  • © Folknews
  • erstellt von falconiform
  • Impressum & Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • 9. Juli 2026
  • folknews.de