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Saoirse Mhór – Ghosts of Tomorrow

Veröffentlicht am 25. August 2017 von Kai
Saoirse Mhór
Saoirse Mhór

Mit dem Album „Ghosts of tommorow“ wandelt der aus Irland stammende und in Deutschland lebende Singer Songwriter Saoirse Mhor ein drittes Mal auf Solopfaden. Zuvor war er in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit der Band Fleadh Erfolge (zwei Mal gewannen sie den Deutschen Rock und Pop Preis im Bereich Folk). Wer hier ein typisches Irish-Folk-Album mit bekannten Songs erwartet wird enttäuscht sein. Musikalisch lebt das Album von den eigenen Songs, die von den Sorgen und Nöten des Lebens und auch den Schicksalen erzählen, die Saoirse mit seiner warmen mit einem leichten Timbre versehenen Stimme vorträgt. Er steht damit in einer langen und guten Tradition irischer Balladeers, die in ihrer Musik das Leben und die Leute aufgreifen. Im Song „Hill of Plenty“ geht es zum Beispiel um die Wirtschaftskrise in Irland vor fast 10 Jahren, von der sich Land und Leute gerade erst langsam wieder erholen. Kritisch geht Saoirse hier auch mit den Banken und ihrer Rolle in dieser Zeit um. In einem weiteren Song namens „Sleeping and Working“ behandelt er den nicht enden wollenden Kreislauf eines tragischen Lebens, das aus Arbeiten, Schlaf und Alkohol bestimmt ist. Einige der Songs sind bereits auf Alben der Band Fleadh zu finden, klingen dennoch anders und in gewisser Weise neu.

Saoirse Mhór - Ghosts of Tomorrow
Saoirse Mhór – Ghosts of Tomorrow

Getragen wird der Song vom eigenen Gitarrenspiel, das von verschiedenen Gastmusiker unterstützt wird, die zum Teil aus seiner Band selbst stammen. Ob es die sanften Töne der Geige von Marcus Eichenlaub oder die Backing Vocals von Katie Doherty sind, die sich wunderbar einpassen und die Stimmung und sanfte Melancholie der Songs unterstützen. Insgesamt ist es ein zwar nachdenkliches Album, aber mit eingängigen Melodien und ich bin bereits ein Fan seines Songwriting und dieser unverwechselbaren Stimme. Wer Saoirse einmal live erlebt, der wird auch seinen, wie ich finde, typischen irischen Humor mögen und die kleinen Anekdoten, die er zum besten gibt. Alles in allem ein gelungens Album für Freunde guter Songs mit Inhalt und etwas Freude an leichter Melancholie.

Titelliste

  1. Tree of oak
  2.  Fanore
  3. The ghosts of tomorrow
  4. The thief
  5. White birds
  6. Sleeping and working
  7. Old mountain
  8. Hill of plenty
  9. The cleggan bay desaster
  10. Good friday

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Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern Fleadh, Ghost of Tomorrow, Irish Folk, Saoirse Mhor von Kai veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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