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BLACKMORE`S NIGHT ~ Dancer and the Moon (2013)

Veröffentlicht am 10. April 2014 von Jens Peglow

Eine lang Musikkarriere haben Ritchie Blackmore und Candice Night schon hinter sich – und es zu Ruhm und Ehre gebracht. BLACKMORE`S NIGHT hat 2013 das Album „Dancer and the Moon“ im Studio eingespielt, welches ich euch näher bringen möchte. Sie haben es mit der CD wieder geschafft, den Nagel auf dem Kopf zu treffen. Ihr Musikstil ist vielfältig, eine Mischung aus Rock-, Mittelalter- und Folk-Musik.

„Dancer and the Moon“ – Tänzer und der Mond, passt zum Thema der Musik von BLACKMORE`S NIGHT. In den Zeiten der Druiden und Kelten übte der Mond eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus und ein Mittel ihn zu beschwören war der Tanz. Über das Mittelalter bis in die heutige Zeit kann man das beobachten.

Nun aber zum Silberling, um den es hier geht. Nach dem Anhören stand bei mir die Frage: Wo soll ich anfangen und wo aufhören? Alle Lieder sind es wert, erwähnt zu werden. Nun habe ich mir einige ausgesucht, um das Album vorzustellen und den Facettenreichtum der Musik zu unterstreichen.

In gewohnter Manier beginnt das erste Lied I Think It`s Going To Rain Today (Cover-Song von Randy Newman) zu spielen. Ein typisches Stück von BLACKMORE`S NIGHT, so wie man die Musik der Band kennt. Nach dem schönen Einstieg in die CD erklingt das Lied Troika und die Musik geht in eine andere Richtung. Ruhig beginnt eine Gitarre zu spielen und nach Kurzem kommt die Stimme von Candice hinzu. Sanft und vorsichtig eröffnen beide das Stück und nach einer knappen Minute steigen die anderen Musiker mit ein. Die Musik wird schneller, kraftvoller und im Text heißt es: „Lauf meine Troika lauf. Lass die Pferde frei laufen.“ Dieses wird musikalisch und textlich umgesetzt. Der Bass wird gezupft, als wäre es das Auftreten der Hufe, passend dazu werden die Schellen geschlagen und schon ist man in Gedanken bei den rennenden Pferden. Ein schönes, erst mittelalterlich klingendes, dann rockiges Lied, das ein wenig der russischen Volksmusik angelehnt ist und bei dem zum Ende hin auch ein leiser, im Hintergrund singender Chor nicht fehlen darf.

http://youtu.be/aTdSm4Rn1XA

Ein sehr rockiger Song ist The Moon is Shining und lädt zum Tanzen ein. Kraftvoll gespielt und mit kräftiger Stimme gesungen gehört es zu einer anderen Seite von BLACKMORE`S NIGHT. Gitarre, Schlagzeug und Keyboard sind neben dem Gesang die Hauptakteure im Stück. Nach dem Lied wird es ruhiger und ein wunderschöner, mittelalterlicher Folksong erklingt. Nur drei Dinge braucht der Titel The Spinner`s Tale, um einen akustisch umzuhauen: Gitarre, Flöte und die sanfte Stimme der Frontsängerin. Dieser Ballade verzaubert, reißt aus der Alltagslethargie und entführt ins Träumen. Eine schöne Melodie und die unverwechselbare klare Stimme der Sängerin sind auf das Wunderbarste vereinigt worden.

Drei Instrumentalstücke sind auf der CD und gehen in verschiedene musikalische Richtungen. Bei Minstrels In the Hall werden zum Anfang der Gitarre ein wenig spanische Töne entlockt und nach einer halben Minute ändert sich der Musikstil und mittelalterliche Klänge sind zu hören. Ab der Mitte des Songs gesellen sich leise Schellen hinzu und zum Ende hin auch noch eine Flöte. Galliad gehört auch auf die Mittelalter-Schiene, aber unterscheidet sich deutlich vom Erstgenannten. Die Musik ist viel voluminöser und der Instrumentierung umfangreicher. Man kann schon sagen, es hört sich sehr orchestral an. Ein sehr festliches, fast schon königliches Stück, welches auf Bällen und besonderen Festlichkeiten gespielt werden kann. Das dritte ist auch der letzte Titel des Albums. Carry On … Jon kommt sehr rockig daher. Die E-Gitarre gibt den Ton an und wird vor allem vom Schlagzeug und dem Keyboard unterstützt. Zum Ende hin wird die Musik sehr sphärisch und erinnert an Pink Floyd.

Als ich das Werk zum ersten Mal gehört habe, fuhr ich nachts mit dem Auto auf einer einsamen Landstraße. Ein Lied begann zu spielen und ich hörte: She came to me one morning, one lonely Sunday morning, her long hair flowing in the mid-winter wind. Einer der großen Hits von Uriah Heep wurde von BLACKMORE`S NIGHT neu aufgenommen. Lady in Black von der Band in ein mittelalterliches, rockiges Kostüm gesteckt und eingespielt. Wow! Das Stück hat aber nichts von seinem Zauber verloren und wird genauso druckvoll gespielt, wie es zur damaligen Zeit Uriah Heep machte. Das ist eine ganz tolle Interpretation des Welthits und alle in meinen Bekanntenkreis, die auch das Original kennen, sind begeistert.

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„Blackmore’s Night – The Moon Is Shining (Somewhere over the Sea) // Official Music Video“ direkt öffnen

Mein Fazit: Es ist ein Album, das man blind kaufen kann, wenn man ein Fan der Band ist oder einem die Musik zusagt. Schön ist: Sie bleiben ihrer Linie der letzten Alben treu und machen keine Experimente. Das ist auch gut so! Schöne Melodien und Lieder auf einer sehr hörenswerten Scheibe, mit einer in der Musik weit gefächerten Stilrichtung. Viele verträumte, ruhige Songs sind zu hören, aber auch rockige, fröhliche, tanzbare Stücke. Das Album ist sehr empfehlungswert, bereichert jede Musiksammlung und das nicht nur für eingefleischte BLACKMORE`S-NIGHT-Fans. Dieses Album gibt es auch als Deluxe Edition: CD/DVD. Auf dem zusätzlichen Datenträger sind ein Interview und vier Bonus Akustik Songs.

Viele Lieder könnten problemlos in jedem Radioprogramm laufen und würden so manches Ohr entzücken. Besser ist jedoch einmal ein Konzert zu besuchen, denn das ist ein Erlebnis! Auf der Homepage der Band könnt ihr die Termine einsehen oder hier auf der Seite, wo noch viele andere Bands zum Besuch einladen.

Demnächst erscheint bei Folknews auch eine Rezension der Live-CD „A Knight In York“ (2012) von BLACKMORE`S NIGHT.

 

Titelliste

  1. I Think It`s Going To Rain Today
  2. Troika
  3. The Last Leaf
  4. Lady in Black
  5. Minstrels In The Hall
  6. Temple Of The King
  7. Dancer And The Moon
  8. Galliard
  9. The Ashgrowe
  10. Somewhere Over The Sea
  11. The Moon Is Shining
  12. The Spinner`s Tale
  13. Carry On … Jon

Homepage | Facebook | Bestellen CD | Bestellen CD/DVD

Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern BLACKMORE´S Night, Candice Night, Dancer and the Moon, Folk-Musik, Lady in Black, Mittelalter Musik, Ritchie Blackmore, Rock Musik, Rock-Folk von Jens Peglow veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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