Folk News
  • Aktuelles
  • Rezensionen
  • Vorankündigungen
  • Bands
    • Portraits
    • Interviews
    • Konzertberichte
  • Fotos
  • Hall of Fame
    • Video der Woche
    • Alben des Jahres
    • Band des Jahres
  • Tellerrand
  • BodhrÁnswers
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

Aoiffe Scott -Carry the Day (2016)

Veröffentlicht am 6. Dezember 2016 von Cera Herbst

aoife-scott-carry-the-day-cd-booklet-coverSie selbst bezeichnet sich als Dubliner Volksmusikerin mit traditionellen Wurzeln und versteht sich als Stimme des einfachen Volkes. Andere bezeichnen Aoife Scott eher als die scharfe Stimme der sozialen Gerechtigkeit. Beide haben Recht.
Als Tochter und Nichte der zwei bekanntesten irischen Sänger Francis Black und Mary Black bringt die Musikerin eine große Portion Talent und reichlich Kontakt und Erfahrung aus dem Bereich der traditionellen irischen Folkmusik mit. Sie weiß jedoch auch, wie sehr die irische Bevölkerung in der Bankenkrise gelitten hat und dass solche Probleme nicht vom Himmel fallen, oftmals durch Korruption und  Verantwortungslosigkeit mitverschuldet wurden.

Mit der Realität eines Musikers ständig konfrontiert startet die aus Dublin stammende Musikerin zunächst eine Kariere im TV, schreibt Musik für Serien und Dokumentarfilme, geht nebenberuflich auf Tour ins Ausland und vertritt Irland in Italien bei einem Musikwettbewerb. Im Jahr 100 nach der irischen Osterrevolution 1916 bringt sie ihr Debütalbum Carry the Day als Vollzeitmusikerin im Crowdfunding heraus und thematisiert in 12 akustischen Liedern die großen Krisen, Schuld und Verantwortung, aber auch ihre tiefe Liebe zu ihrem Heimatland und persönliche Begegnungen.

Trotz sozialer Texte wie in We know where we stand und What you do with what you´ve got wirkt das Album wie ein Spaziergang. Leicht, fast wie an die Hand genommen und in freudiger Erwartung auf alles, was Heimat zu bieten hat. Auch, wenn es mal weniger schön ist.

Durch alle Lieder zieht sich das Konzept einer dominierenden Stimme mit wohl dosierter Begleitung meist traditioneller Instrumente wie Geige, Gitarre und Bodrhán. Gesangliche Unterstützung, wenn auch ebenfalls sehr dezent im Hintergrund, bekommt die Sängerin aus ihrer Verwandtschaft. Ihr Bruder Eogan Scott, ihr Cousin Roisin O, ihr Onkel Martin Schwarz und natürlich ihre Tante und ihre Mutter, bilden in Liedern wie All Along The Wild Atlantic Way den Background.

Mit Down by the Schelleybanks zeigt die Sängerin eindrucksvoll ihre tiefe Liebe zu ihrer Heimatstadt Dublin und besingt ihre favorisierten Plätze. Ehrliche und aus dem Herzen kommende Töne, die man der Sängerin uneingeschränkt abnimmt.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

„Aoife Scott – „Down by the Shelley Banks““ direkt öffnen

Der meist ruhigere Grundton erfährt in The Growing years instrumental durch den Einsatz eines Piano eine eher nostalgische Note und Deep Dark Water wartet durch das Banjospiel mit einen leichten Country Einschlag auf. Abwechslung, die dem Album gut tun.

Aoife Scott schafft mit ihrem Album den Spagat das Herz des Hörers zu treffen und gleichzeitig Geschichten zu erzählen, die nicht nur berühren, sondern die Zeiten in denen wir leben zu reflektieren. Das Ergebnis ist ein Album, das in seiner jugendlichen Lebendigkeit modern und dennoch traditionell wirkt. Ein Album, das auch dank ihrer warmen Stimme, ihrem Ohr für gute Geschichten und die Fähigkeit alles in einnehmender Weise mit einem Lächeln zusammenzubringen, ein dickes Ausrufezeichen für eine sozialere und friedlichere Welt verdient.

Wem die Geschichten in englischer, und an wenigen Stellen auch in irischer Sprache, nicht wichtig sind, der genieße das gut produziertes Akustikalbum mit einem Teller Irish Stew und anschließend einem Glas Whisky vor dem Kamin und lässt sich lediglich dabei von der Stimme der Musikerin davon tragen. Ausdrucksstarker, gemütlicher und treffender kann Heimat nicht beschrieben werden.

Titelliste:

  1. All Along The Atlantik Way
  2. We Know Where We Stand
  3. Down By The Shelleybanks
  4. Gypsy Warrior
  5. Fásaim
  6. The Growing Years
  7. Eleanor Ambrose
  8. Deep Dark Water
  9. The Hills of South Armagh
  10. What You Do With What You´ve Got
  11. Slán Leat
  12. The Wallflower Waltz

Homepage  Facebook Bestellen

 

Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Rezension“ mit den Schlagwörtern Aoife Scott, Carry the day, Irische Folk Musik, Irish Folk von Cera Herbst veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Kommentieren Kommentieren abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Angaben mit * sind Pflicht.

Formatierungen und Hilfe anzeigen Formatierungen und Hilfe ausblenden

Wenn Sie ein Bild von sich hinterlassen möchten, tragen Sie bitte die E-Mail-Adresse ein, die Sie auch bei Gravatar verwenden. Möglicherweise müssen Sie sich dort zunächst registrieren.

Formatierungen mittels HTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Welcher Tag kommt nach Donnerstag?
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und willige in die Verarbeitung meiner Daten in diesem Formular ein.

Video der Woche

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Video direkt öffnen

Folk-News-Radio hören

Radio

laut.fm/folknews

Nächste Sondersendung:

Radiopartner

Festivalticker

Festivals im Festivalticker

Netzwerke

Facebook-Seite auf Facebook besuchen
YouTube-Kanal auf YouTube besuchen
Instagram-Seite auf Instagram besuchen
Twitter-Kanal auf Twitter besuchen
Spotify-Kanal auf Spotify besuchen

Schlagwörter

2014 2015 Album Americana Celtic-Folk-Musik Celtic Rock Cobblestones Country Country Folk Dropkick Murphys Festival Maritim Fiddler's Green Flogging Molly Folk Folk-Musik Folk- und World-Musik Folkpunk Folkrock Folk Rock Gewinnspiel Harmony Glen Heiner Breuer Interview irische Musik Irische und schottische Musik Irish Irish and Scottish Folk Irish Folk Jan oelmann Jazz Liedermacher Max Heckel Mittelalter Folk Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS MPS Rastede Mr. Irish Bastard Nobody Knows Pop Singer/Songwriter Singer / Songwriter Stendal Tone fish Versengold Video der Woche

Neueste Kommentare

  • zvAjtkTDccSnPgWHXe zu Im Gespräch: Bea Bacher
  • YFCHzFZEhkkDfZgnrCCqFLJ zu MPS Rastede 2025 – Mythemia & Rapalje
  • OpezSgpCPyWzrZGarQcWVMj zu Im Interview: The Bally Brigade
  • zOVOENFcyjWmnOJLZplmHkAY zu MPS Rastede 2026
  • eigizEbkkRlfHfoTyui zu MPS Rastede 2026

Unterstützt von


  • © Folknews
  • erstellt von falconiform
  • Impressum & Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • 9. Juli 2026
  • folknews.de