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Alina Noack – Auf freiem Fuß

Veröffentlicht am 23. Oktober 2016 von Cera Herbst

auf-freiem-fuss-1-1-400x400Das Leben ist kein Ponyhof. Es formt und prägt die Alten wie die Jungen und macht keinen Unterschied zwischen den Reifen und den Neugierigen. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Alina Noack mit ihren gerade mal 20 Jahren eine Menge zu erzählen hat. Offen, neugierig und kreativ begegnet sie ihrer Umwelt und schwimmt in einem Pool aus Malerei, Poesie, Fotografie und Musik. Sie lebt ein intensives Leben und verarbeitet Erlebtes als poetische Geschichtenerzählerin auf ihre ganz eigene Art.

„Müsste ich mich allerdings entscheiden, so wäre mir wohl die Musik am nächsten“. Glücklicherweise, denn so lässt sie uns in ihrem Debütalbum Auf freiem Fuß in sieben eigenen Songs an Abschied, Vergänglichkeit, Verlust und verpasste Chancen teilhaben. Bei diesen Attributen liegt es nahe an die erste große Liebe zu denken. Und ja, auch darum geht es. Aber es geht noch um viel mehr: Ihre Lieder handeln von den Besonderheiten des Lebens, aus denen sie Geschichten aus Wahrheit, Phantasie und Ironie formt.

Schon immer kreativ, gab es bereits im Alter von ca 15 Jahren eine erste intensive Schaffensphase, deren nachfolgende Erschöpfungserscheinungen sich in „Kerngesund“ musikalischen Ausdruck verliehen haben
Warme Erinnerungen und Dankbarkeit an Freunde, Heimat und wichtige Weg Begleiter ihres bisherigen Lebens im Song Montage im Osten, intensive Infragestellung emotionaler Gültigkeiten in DppnPdB (Die progressive paradoxe neurotische Pertubation der Beziehungsangst), oder die Verarbeitung jener „scheinbar unmöglichen Liebesgeschichte, die mich förmlich zerriss“ in Nolde und in Über Bord.

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„Nolde – Alina Noack“ direkt öffnen

Minimalistisch instrumentiert konzentrieren sich Geige und Gitarre auf die bittersüßen Inspirationen offener, starker Texte. Provokativ, teils ironisch und stets mit einem persönlichen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Musikerin. Dass sich die Texte dabei nicht schnulzig und bitterschwarz gestalten, liegt sicher an ihrer Fähigkeit sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen und ihre Umwelt mit Unerwartetem zu konfrontieren.

Am Ende ist Auf freiem Fuß eine „kleine Hommage an Erlebtes, Alltägliches und ein Dankeschön für meine Muse“.  Eine Hommage, in der die Lieder Nolde und Misses Grace auf ganz besondere Weise zu berühren vermögen und sich lange im Ohr festsetzen. Wer sich auf die teilweise sprachlich ungewohnten Metaphern wie in Es war einmal einlassen kann, erlebt sieben unterhaltende Lieder denen ich allerdings gerne noch eine wenig mehr  Abwechslung zum Ende des Albums gewünscht hätte.
Man darf gespannt sein, wohin die Reise der talentierten Musikerin geht. Denn, Alina Noack ist schwer in eine Schublade einzuordnen.  Pop, Chanson, Liedermacher? Vielleicht von allem etwas – aber vor allem eins: sie selbst!

Erschienen ist das Album im Verlag für Musik und Literatur Prosodia, wo es als Album oder MP3 Download bestellt werden kann.

Titelliste:

  1. Nolde
  2. Misses Grace
  3. Kerngesund
  4. Über Bord
  5. Es war einmal
  6. Montage im Osten
  7. DppnPdB

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Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Rezension“ mit den Schlagwörtern Alina Noack, Auf freiem Fuß, musikalische Geschichtenerzählerin von Cera Herbst veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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