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Konzert von Katzenjammer in Berlin (06.03.2015)

Veröffentlicht am 15. März 2015 von Jens Peglow

Eine gute Freundin fragte mich, ob ich Lust hätte zum Konzert von Katzenjammer mitzukommen, und da ich sie einmal live sehen wollte, sagte ich spontan zu. So fuhr ich also am 06.03.2015 nach Berlin in die Columbia Halle. Das 2005 in Oslo gegründete Quartett besteht aus Anne Marit Bergheim, Solveig Heilo, Turid Jørgensen und Marianne Sveen. Das letzte Album „Rockland“ haben wir euch schon vorgestellt und für alle, die es noch nicht kennen, hier der Link zur Rezension. Um 20.00 Uhr ging es zunächst mit Nick los, der später von seinem Kumpel mit einem zweiten Instrument und Stimme unterstützt wurde. Ein schöner Beginn des Abends mit leichtem Pop, in der ausverkauften Location.

Dann wurde Katzenjammer mit einem tosenden Applaus begrüßt. Die Stimmung stieg schlagartig auf ein hohes Level und die Besucher waren gleich von der Musik ergriffen. Vier lebendige junge Frauen mit vier unterschiedlichen Stimmfarben, die auf der Bühne passend auch in unterschiedlichen Outfits standen. Jede für sich ist beim Singen schon grandios, aber zusammen sind sie ein wahres Klangerlebnis. Im Verlauf des Konzertes wurden immer wieder die Instrumente untereinander getauscht und das waren eine Menge, wie zum Beispiel: Klavier, Drums, Bass-Balaleika, Gitarre, E-Bass, Mundharmonika, Banjo, Trompete, Mandoline, Ukulele, Dobro und Zither. Habe ich etwas vergessen? Bestimmt, denn Marianne Sveen sagte in einem Interview am Jahresanfang, dass sie bei Konzerten mit ungefähr 20 Instrumenten reisen.

Old De Spain, Shine Like Neon Rays, Bad Girl, My Dear, das ganze Album „Rockland“ erklang von der Bühne und wurde vorgestellt. Zum Lied Lady Grey erzählte Marianne Sveen eine Geschichte, wie es entstanden ist. Sie hat in jungen Jahren in einem Altersheim gearbeitet. Dort betreute sie eine 79 jährige Frau, die an starken Alzheimer erkrankt war. Die Dame war komplett auf fremde Hilfe angewiesen und konnte weder sprechen, oder sich sonst anderweitig mitteilen. Nur wenn klassische Musik den Raum durchströmte, lächelte sie.

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„Katzenjammer – Lady Grey (Official Video)“ direkt öffnen

Aber nicht nur Neues wurde gespielt. Viele ihrer erfolgreichen Songs der anderen Alben wurden vorgetragen. I Will Dance, Land of Confusion, Lady Marlene, Rock Paper Scissors und A Bar In Amsterdam, um nur einige zu nennen. Ein begeistertes Auditorium sang mal mehr, mal weniger mit. Die Besucher waren vom Konzert gefangen, begeistert und hatten an dem Abend viel Spaß.

Was für ein grandioser Abend! Kaum ein Konzert hat mich so begeistert, wie das der vier Norwegerinnen. Sie hatten genau so viel Spaß auf der Bühne wie alle, die davor standen. Katzenjammer haben eine tolle Show abgeliefert und die Halle zum Beben gebracht. Die Bühne war nicht mit irgendwelchen Sachen überladen und auf Spezialeffekte wurde zum Glück verzichtet. Das braucht die Band nicht, um zu überzeugen. Sie konzentrieren sich auf ihre Musik, das ist auch richtig so und mehr brauchen die Musikerinnen auch nicht, um ein großartiges Konzert zu geben. Alle vier standen immer mit einem Lächeln auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und haben mit Leib und Seele Musik gemacht. Dabei versprühten sie einen gewissen Zauber, der ansteckend war. Selbst wenn kleine Pannen passiert sind, konnte man die Mädels über sich selber laut lachen hören. Nach einer langen Zugabe und guten zwei Stunden war das Konzert leider vorbei und irgendwie wollte keiner gehen. Erst als die Mitarbeiter der Tour mit dem Bühnenabbau begannen, ging man nach Hause.

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„Katzenjammer: My Dear (Live)“ direkt öffnen

Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat mich überzeugt. Die Eintrittskarte hat etwas über 30 Euro gekostet und dafür hat man viel geboten bekommen. Die Preise für Getränke und den kleinen Hunger waren überraschend angenehm. Alles war vom Einlass bis zum Ende des Abends vom Veranstalter gut organisiert. Die Columbia Halle hat eine gute Akustik, die durch den hohen technischen Aufwand voll ausgereizt wurde. So verwundert es auch nicht, dass die Klangqualität, sprichwörtlich, „erste Sahne“ war.

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Diese Skandinavierinnen muss man einmal live gesehen haben! Ein Konzert der Extraklasse, mit erstklassigen Musikerinnen, die das Publikum ohne viel Mühe mitgerissen haben. Dieses Klangerlebnis werde ich bei ihrer nächsten Tour durch Deutschland wiederholen und ein Konzert besuchen.

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Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Konzertbericht“ mit den Schlagwörtern Anne Marit Bergheim, Berlin, Bluegrass, Blues, Columbia Halle, Country Folk, Folk, Katzenjammer, Lady Grey, Marianne Sveen, Pop, Rockland, Solveig Heilo, Turid Jørgensen von Jens Peglow veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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