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John Allen – Orphan Keys (2015)

Veröffentlicht am 3. November 2015 von Jens Peglow

Anfang September dieses Jahres erschien von John Allen ein außergewöhnliches Album. Der Musiker aus Hamburg steht normalerweise mit einer Gitarre auf der Bühne. Für Orphan Keys hat er sich an ein Klavier gesetzt und nur mit diesem Instrument und seiner Stimme eine EP aufgenommen. Nun braucht keiner ein langes Gesicht machen, es hat sich gelohnt. Der Singer Songwriter, der normalerweise Indie-Folk-Pop macht, hat eine sehr schöne Scheibe eingespielt. Nach eigenen Aussagen war es für John Allen eine Herzensangelegenheit diese CD aufzunehmen und ich war gespannt, in welche Richtung die Musik geht. Auf die klassische Schiene wie Richard Clayderman oder mehr in die poppige Richtung von Joshua Kadison und Billy Joel.

Als ich die ersten Töne hörte, war ich erleichtert, denn er hat seine eigene Richtung gefunden. Mit dem ersten Stück auf der EP, America, hört man, wo die musikalische Reise hingeht. Es ist zwar ein Cover von Simon & Garfunkel, aber im eigenen Stil eingespielt. Ein ruhig auf dem Klavier gespieltes Lied mit der etwas rauchigen Stimme von John Allen. Mit sehr viel Gefühl in Musik und Stimme ist es auch mein Lieblingssong. Mit der gleichen Ausdrucksstärke geht es in Criminals & Baseball Stars weiter, auch wenn das Tempo etwas anzieht. Ein zweites Cover, Ruby`s Arms, das der Songwriter neu arrangiert hat, stammt von Tom Waits. Das Lied steht den beiden eben erwähnten in nichts nach und ist sehr hörenswert. Die anderen fünf Stücke stammen vom Musiker selber, wovon drei ganz neu sind und zwei ältere, die mit dem Tasteninstrument neu aufgenommen wurden.

Orphan Keys zeigt eine andere Seite von John Allen. Wie oben schon geschrieben, steht er eigentlich mit dem Saiteninstrument auf der Bühne im besten Fall mit einer Band. Auf dem Silberling erklingen nur zwei Dinge, ein Klavier und die Stimme des Musikers. Die Lieder werden mit viel Gefühl vorgetragen, dass sie einen berühren. Manchmal sind die Geschichten traurig und so kommen dann auch die Songs rüber. Dennoch kann ich sie guten Gewissen empfehlen. Mir gefällt die Musik und es macht Spaß ihr zu lauschen. Sie geht unter die Haut und man ist ergriffen von ihr. Tanzwütige werden keine Freude an den musikalischen Datenträger haben, dafür aber alle die die Musik genießen und in eine tolle klangliche Atmosphäre eintauchen möchten. Leider gibt es keine freien Videos zum Reinschnuppern.

 

Titelliste

  1. America
  2. Criminals & Baseball Stars
  3. Thou Shalt Be Saved
  4. Ruby`s Arms
  5. Breaking Waves
  6. Close Your Eyes
  7. Home

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Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Rezension“ mit den Schlagwörtern Indie-Folk-Pop, John Allen, Orphan Keys, Singer / Songwriter von Jens Peglow veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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