Folk News
  • Aktuelles
  • Rezensionen
  • Vorankündigungen
  • Bands
    • Portraits
    • Interviews
    • Konzertberichte
  • Fotos
  • Hall of Fame
    • Video der Woche
    • Alben des Jahres
    • Band des Jahres
  • Tellerrand
  • BodhrÁnswers
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

Im Gespräch: Paddy Peschke von „Die Greenhorns“

Veröffentlicht am 2. September 2015 von Folkaholix
Die Greenhorns
Die Greenhorns

Ehe am Freitag endlich das erste Musikvideo der GREENHORNS das Licht des digitalen Äthers erblickt, gewährt Paddy Peschke, Frontmann, Gitarrist und Sänger der Formation, Einblicke in die Schaffensprozesse zum Debüt.

 

Bei der Auswahl des Titels für ein Musikvideo wählen Formationen zumeist ihren Lieblingstrack aus. Als „Irish-Folk-Partyband“ mag selbiger auch nur bedingt repräsentativ sein, oder? Trifft das bei „Embrace“ auch zu? Wovon berichtet er?

Mit Sicherheit haben wir uns über die Jahre als Band einen gewissen Namen gemacht und mit den Leuten ordentliche Parties gefeiert oder sind auch mal gehörig ausgeflippt. Jedoch haben wir auch mal ernsthafte Themen zu besingen. Es sind Themen, die uns bewegen und die wir somit auch musikalisch umsetzen. In so fern möchte ich nicht sagen, dass der Song bedingt repräsentativ ist, denn er zeigt uns auch von unserer anderen Seite, die uns als ernstzunehmende Musiker präsentiert. „Embrace“ erzählt im Grunde genommen zwei Geschichten. Je nach dem, wie man diese lesen/sehen/hören möchte. Zum einen ist es eine Geschichte zweier junger Menschen, die aus unterschiedlichen Ländern kommen, aufeinander treffen und sofort spüren, dass sie sich vertraut zu sein scheinen. Die beiden durchleben in ihren Gedanken all die schönen Dinge der Zweisamkeit, bis sie durch die bittere Erkenntnis, dass sie nicht zusammen sein können, wieder in die Realität zurück geholt werden.

Die zweite Story ist eigentlich die Ursprüngliche, die mich in Irland sehr bewegt hat. Ich habe von einer jungen Frau die Geschichte gehört, dass sie auf einen Typen gestoßen ist, der sich als Nordire enttarnte. Beide sahen sich an, haben gesehen, dass sie sich vom Äußeren her sehr ähnlich sehen und dass sie nahezu den gleichen Akzent sprachen. Während sie sich näher kamen, haben sie schnell realisieren müssen, dass es schwierig sein wird, diese Begegnung zu intensivieren. Beide wissen genau, dass sie an unterschiedliche Orte auf der Insel gehören, doch spüren ihre Herzen genau das Gleiche. Sie fühlen sich sehr eng verbunden miteinander und die Umarmung ist das Einzige, wodurch die Beiden Eins sein können. Auch hier ging die Story so aus, dass sich beide wieder trennen mussten, weil es nicht anders ging.

Im Fall der ersten Geschichtsvariante habe ich mir gedacht: „Hey, geht es nicht jedem einmal so im Leben? Man trifft jemanden, verknallt sich unsterblich und muss feststellen, dass es nicht funktionieren wird.“ In der zweiten Variante möchte ich auf den noch immer herrschenden Zwiespalt des irischen Volkes zwischen Nord und Süd hinweisen (also eher ein wenig gesellschaftskritisch), denn auch wenn man heutzutage nicht mehr viel über die Unstimmigkeiten beider Landesteile hört, so sind sie noch da und das speziell in den Köpfen der Menschen.

Paddy Peschke
Paddy Peschke

Das Machen von Videos ist als ureigenes Metier ja eine Angelegenheit, in der mich sich als Musiker nur bedingt einbringen kann. Inwiefern entspricht das Video euren Vorstellungen?

Das Video entspricht, als Songwriter, haargenau meinen Vorstellungen. Ich hatte während des Komponierens und Textens sehr genaue Bilder im Kopf und die habe ich in einem Drehbuch verfasst. Bei der filmischen Umsetzung, was Schauspiel, Bild, und Schnitt angeht, habe ich mich voll und ganz auf die Crew von „Goldstadt Film“ verlassen können, denn sie konnten sich alle sofort mit dem Inhalt des Songs identifizieren und haben ihr gesamtes Herzblut in dieses Projekt laufen lassen. Was dabei raus gekommen ist, ist großartig.

 

Wie ist das Video zustande gekommen?

Die Idee, genau zu diesem Song ein Video machen zu wollen, haben wir als Band schon lange, denn wir alle stehen ungemein auf dieses Lied. Durch sehr günstige Umstände haben wir dann „Goldstadt Film“ kennengelernt und haben uns über das Projekt unterhalten. Das Besondere an dieser Filmcrew ist, dass sie uns in Sachen Mentalität sehr ähnlich sind. Sie haben viele Spaßprojekte, machen auch mal, wie wir, gehörigen Blödsinn, haben aber dann auch den Drang, etwas zu machen, was perfekt wird. Genau so konnten wir uns eine großartige Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Nachdem wir also den Entschluss gefasst hatten, dass wir es versuchen, habe ich mich dann an das Drehbuch gesetzt und wir haben losgelegt.

 

Was bedeutet euch euer erstes professionelles Video?

Dieses Video hat eine sehr große Bedeutung für uns. Ich sehe es als eine Art Spiegel, durch den wir und diejenigen, die es sich anschauen, sehen können, dass wir GREENHORNS die Windeln abgelegt haben und dass wir nach Jahren harter Arbeit an unserem Spaßprojekt auch qualitativ glänzen können. Für mich persönlich setzt das Video meinen Worten und der Melodie ein Sahnehäubchen auf. Ich kann mich einfach nicht satt daran sehen. Für uns als Band hat das Video allerdings noch eine weitere und sehr wichtige Bedeutung: es ist ein deutliches Signal, dass von jetzt an noch Einiges von uns zu erwarten sein wird.

 

Homepage | Facebook
Dieser Artikel wurde in „Interview“ mit den Schlagwörtern Die Greenhorns, Embrace, Paddy Peschke von Folkaholix veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Ein Kommentar zu „Im Gespräch: Paddy Peschke von „Die Greenhorns““

  1. Avatar Ute meinte vor 11 Jahren:

    Eine schöne Geschichte zu einem gelungenen ersten Video. Den Song kann man wirklich nicht oft genug hören und die filmische Umsetzung ist großartig! Mehr davon..

    Kommentieren ↓

Kommentieren Kommentieren abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Angaben mit * sind Pflicht.

Formatierungen und Hilfe anzeigen Formatierungen und Hilfe ausblenden

Wenn Sie ein Bild von sich hinterlassen möchten, tragen Sie bitte die E-Mail-Adresse ein, die Sie auch bei Gravatar verwenden. Möglicherweise müssen Sie sich dort zunächst registrieren.

Formatierungen mittels HTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Welcher Tag kommt nach Donnerstag?
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und willige in die Verarbeitung meiner Daten in diesem Formular ein.

Video der Woche

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Video direkt öffnen

Folk-News-Radio hören

Radio

laut.fm/folknews

Nächste Sondersendung:

Radiopartner

Festivalticker

Festivals im Festivalticker

Netzwerke

Facebook-Seite auf Facebook besuchen
YouTube-Kanal auf YouTube besuchen
Instagram-Seite auf Instagram besuchen
Twitter-Kanal auf Twitter besuchen
Spotify-Kanal auf Spotify besuchen

Schlagwörter

2014 2015 Album Americana Celtic-Folk-Musik Celtic Rock Cobblestones Country Country Folk Dropkick Murphys Festival Maritim Fiddler's Green Flogging Molly Folk Folk-Musik Folk- und World-Musik Folkpunk Folkrock Folk Rock Gewinnspiel Harmony Glen Heiner Breuer Interview irische Musik Irische und schottische Musik Irish Irish and Scottish Folk Irish Folk Jan oelmann Jazz Liedermacher Max Heckel Mittelalter Folk Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS MPS Rastede Mr. Irish Bastard Nobody Knows Pop Singer/Songwriter Singer / Songwriter Stendal Tone fish Versengold Video der Woche

Neueste Kommentare

  • zvAjtkTDccSnPgWHXe zu Im Gespräch: Bea Bacher
  • YFCHzFZEhkkDfZgnrCCqFLJ zu MPS Rastede 2025 – Mythemia & Rapalje
  • OpezSgpCPyWzrZGarQcWVMj zu Im Interview: The Bally Brigade
  • zOVOENFcyjWmnOJLZplmHkAY zu MPS Rastede 2026
  • eigizEbkkRlfHfoTyui zu MPS Rastede 2026

Unterstützt von


  • © Folknews
  • erstellt von falconiform
  • Impressum & Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • 9. Juli 2026
  • folknews.de