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The Krusty Moors – KalApsO (2014)

Veröffentlicht am 28. Mai 2015 von Cera Herbst

The Krusty MoorsWährend sich die meisten Bands nicht gerne fest in ein musikalisches Genre pressen lassen wollen, sind The Krusty Moors extakt das, was sie unter Irish Folk & Rock verstehen. Von daher gibt es auf dem mittlerweile fünften Album der Karlsruher Band neben zwei Eigenkompositionen auch reichlich traditionelles und nicht so oft gehörtes Liedgut keltischen Ursprungs. Und wer sagt denn, dass dieses Liedgut unbedingt in einem Proberaum in den fröhlich rockigen Sound gewandelt werden muss? Niemand, zumindest nicht die fünf Musiker der Band, die aus Ermangelung eines solchen spontan entschieden, die Proben in Scruffy´s Pub live als öffentliche Probe zu gestalten. Komplett ohne Kabel und im reinen, akustischen Gewand. Ein mehr an Irish Pub Feeling geht kaum. Nur eben alles eine Prise rockiger.

Beim Namen des Albums KalApsO beginnt zunächst die Grübelei. Schnell macht das Auge Calypso daraus, was zwar auch etwas mit Musik zu tun hat, aber doch eher im karibischen Genre zu finden wäre. Und auch die Nymphe der griechischen Mythologie oder die tiefste Stelle des Mittelmeeres hat rein gar nichts mit dem Namen zu tun. Es ist ein Kunstwort, gemischt aus „Calypso“ und „Collapse“ und steht für Abschalten und zur Musik tanzen.

Mit Erst-mal-warm-Werden halten sich Paul Burke alias Skruffy (Gesang) Daniel Stöckel (Geige), Chris Haskings (Kontrabass) und Oli Hofmann (Perkussion) nicht lange auf. Devils Shelf heißt der eingängige Opener, der mit Speed, Frische und jeder Menge positiver Energie einsteigt. Und auch das folgende The Pilgrim (-chapter 33) zeigt die Richtung des Albums. Die Version verzichtet fast ganz auf den Countryeinschlag des Originals von Kris Kristofferson, ist deutlich flotter und gibt mit treibenden Perkussion und fröhlicher Geige dem Song einen positiven Blickwinkel und stellt damit die Bürde und Suche nach der eigenen Bestimmung in ein ganz anderes Licht. Gemächlicher wird es erst wieder mit Black is the colour. Mit der traurig-schönen Ballade Sonny, eines der wenigen ruhigen Stücke auf dem Album, die durch die raue und charismatische Stimme von Paul eine ganz besondere und hörenswerte Note bekommt.

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„The Krusty Moors – „Ride On““ direkt öffnen

Insgesamt biete jedes einzelne Lied genau das, was The Krusty Moors sich auf die Fahne, bzw. in dem Fall auf das Album geschrieben haben: Energiegeladene und gute Laune versprühende Songs mit Pub Feeling zum Abtanzen und Alltag vergessen. Neben zwei Instrumentaltiteln gibt es mit The Pilgrim, Eileen Og und Sonny erfreulicher Weise auch Cover Versionen, die nicht auf jedem zweiten traditionellen Album zu finden sind und deren Umsetzung in eine meist etwas schnellere Gangart zusätzlich Freude bereitet. Unbedingt hörenswert ist sicher eine der öffentlichen Proben, denn The Krusty Moors sind auch 13 Jahre nach ihrer Gründung eine Band, die nicht ausschließlich vor dem Publikum, sondern vor allem für das Publikum spielt. Am liebsten mitten drin und mit vollem Einsatz. Ein solides Album von einer publikumsnahen Band, die für die nächste CD aber ruhig etwas experimentierfreudiger sein darf.
Titelliste:

  1. Devils Shelf
  2. The Pilgrim
  3. Me-Jere-Me
  4. Couldn´t have come at a better time
  5. Surf Maid
  6. Eileen Óg
  7. Black is the colour
  8. Yellow bird
  9. You may be right
  10. Molly Malone
  11. Deireadh fómhair jo
  12. Sonny
  13. The world turned upside down
  14. A stumble into the morning – Three drunken maidens
  15. I hope you´ll meet again

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Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Rezension“ mit den Schlagwörtern Chris Haskings, Daniel Stöckel, Irish Music, Irish Rock, Oli Hofmann, Paul Burke, Skruffy´s Pub, The Krusty Moors von Cera Herbst veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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