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Clanadonia ~ Keepin`It Tribal (2007)

Veröffentlicht am 9. Februar 2014 von Jens Peglow

Seit über 20 Jahren unterhält die Band aus Glasgow/England mit ihrer Musik das Publikum in vielen Ländern Europas, Amerikas und der ganzen Welt. Die sechs Musiker bedienen sich bei ihren Konzerten nur zweierlei Instrumente: Dudelsack und Trommeln. Sie haben eine große Fangemeinde und bei ihren Auftritten begeistern sie die Zuhörer. Dabei begann die Geschichte von Clanadonia anders, aber sehr interessant. Sie begannen als Nahkampf Stunt-Crew für Filme wie bspw.: Braveheart und King Arthur.  

Eines möchte ich noch vorausschicken: Die Musik von Clanadonia hat nicht viel mit den „Drums and Pipes“, von den bekannten „Military Tattoo“ zu tun. Die Lieder werden dort in einem anderen Stil gespielt. Clanadonia spielt eine Mischung aus Tribal-Rhythmen (beinhaltet afrikanische, orientalische, indonesische und indianische Wurzeln der Trommelmusik – die afrikanische Rhythmik ist vollkommen anders als die okzidentale) und Bagpipe. Sie treten bei ihren Konzerten in typischer Kleidung aus Schottland auf und ihr Style ist: tartan clad mayhem.

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„Clanadonia – Tu-Bardh“ direkt öffnen

Der Opener des Albums, Tu-Bardh, widerspiegelt das, was die Band ausmacht: Bagpipe und Drum. Der Dudelsack beginnt mit kräftigem Spiel und die Trommel steigen energiegeladen mit ein. Ein schnell gespieltes Stück, das ein gelungener Einstieg in die Welt von Clanadonia ist. Das Lied geht ins Blut, macht Lust auf mehr und bleibt einem im Ohr hängen. Nach dem schwungvollen Beginn der CD werden beim zweiten Titel, Tyler`s Lament, die Töne leiser und der Song ruhiger. Die Musik eines wunderschönen Stückes durchströmt den Raum und verzaubert den Hörer. Ein Dudelsack spielt und leise hört man im Hintergrund ein Chor, etwas verzehrt, das A singen. Weil der Bordun (Grund-/Halteton zur Begleitung) vom Bagpipe auch der A-Ton ist, passt das hervorragend zusammen. Dieses stimmungsvolle, verträumte und gefühlvolle Lied ist ein wahrer Ohrenschmaus.

Von den zehn Stücken auf dem Silberling sind neun instrumental, wenn man bei einigen Liedern vom Hintergrundgesang absieht. Nur bei einem Lied wird solistisch gesungen. Sherramuir zeigt wieder eine andere Seite der Band. Zu hören sind nur Trommeln und eine kräftige Stimme. Ein ruhiger, gut gelungener Titel, bei dem Musik und Gesang gut abgestimmt sind. Ein wenig bekanntes Instrument kommt neben den Trommeln im Lied The Cossack vor: die Practise Chanter. Beide Instrumente sind gut aufeinander abgestimmt und ergänzen sich sehr gut. Das ruhige Stück ist auch ein kleines Juwel auf dem Album. Diese sehr orientalisch angehauchte Musik entführt das Auditorium in eine andere Welt und hat mit allen anderen Titeln auf der CD nicht viel zu tun, was aber nichts Schlechtes sein muss. Im Gegenteil, es ist eine weitere Facette der Musik von Clanadonia  und einfach ein schönes Stück.

Bis auf Dark Island sind alle Lieder Eigenkompositionen. Bei dem letzten Stück auf dem Album handelt es sich um ein traditionelles Lied, das von Cartwright neu arrangiert wurde. Stimmungsvoll beginnt Dark Island nur mit Bagpipes und diese Stimmung hält bis zum Ende. Ein schöner Abschluss der CD!

http://youtu.be/95oz0hPeqxE

Ich kann nur jedem Schottlandfan zum Kauf der CD raten! Das Album ist voller Liebe, Herzblut und Energie geladen. Viele tanzbare Stücke sind zu hören, wie z.B.: Tu-Bardt, Mamsterheid und Egyptian. Aber es gibt ebenso ruhige Titel, die einem schnell in die Highlands entführen, auf die Hügel der Lowlands und man spürt die sanfte Brise, die über die Wiesen weht. Es ist ein Album für Tanzwütige und Träumer.

Die besondere Mischung der Musik macht die Scheibe sehr interessant und sie wird nicht langweilig. Ich habe sie mir schon oft angehört und bin begeistert. Die Musikrichtung „Drums and Pipes“ höre ich sehr gerne, aber diese CD legt die Latte noch höher und ist ein absolut gelungenes Werk. Was mir auch sehr gut an dem Album gefällt: Der Bordun der Bagpipes wurde nicht bei der Aufnahme weggenommen, oder leiser gemacht, wie bei vielen anderen CDs.  Bei dieser Aufnahme wurde er so gelassen, wie er ist und das gibt der Musik viel Volumen und rundet das Ganze ab.

 

Titelliste

  1. Tu-Bardh
  2. Tyler`s Lament
  3. Hamsterheid
  4. Egyptian
  5. Spanish Eyes
  6. Shadowdancer
  7. The Cossack
  8. Ya Bassa
  9. Sherramuir
  10. Dark Island

Homepage | Facebook | Bestellen

 

Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern Bagpipe, Clanadonia, Drums and Pipes, Glasgow, Irish and Scottish Folk, Keepin`It Tribal, Practise Chanter, Scottish Folk, traditionelle schottische und irische Songs, Tribal-Rhythmen von Jens Peglow veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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