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Paddy McHugh and the Goldminers – EP (2011)

Veröffentlicht am 9. Februar 2014 von Jens Peglow

Ich war auf der Autobahn in Richtung Hamburg unterwegs, als ich die CD das erste Mal in ihrer Pracht gehört habe. Ich hörte Country? Nein, ganz so ist es nicht! Die CD bietet auch einige andere Facetten, als nur Country.

Paddy McHugh and the Goldminers sind mit der australischen Country-Musik groß geworden. Sie stammen alle von der Ostküste Australiens und gründeten sich im Januar 2011. Der vorliegende Silberling ist ihre Debüt Scheibe. Die aktuelle Besetzung der Band ist wie folgt, Paddy McHugh (Gesang, Gitarre), Mike Hennessy (Banjo, Gesang), Paul Vidler (Gitarre), Glen Russell (Bass) und Kevin “ Kev “ James (Drums). Paddy McHugh ist ein talentierter und einzigartiger Sänger. Er war im Land unterwegs und hat Straßenmusik gemacht. The Goldminers haben eine eigene Individualität und Stil. Man tat sich zusammen und ist nun eine verschworene Gemeinschaft. Ich glaube Paddy McHugh and the Goldminers haben ein unglaubliches Potenzial und werden es weit bringen. Das spricht auch für ihre guten live Auftritte, wo man merkt, dass es eine aufstrebende Band ist, mit einer großartigen Zukunft.

Als das erste Lied erklang, war ich schnell mit meinen Gedanken nicht auf der Autobahn, sondern auf dem Highway in Richtung Nashville. Ein satter Sound von Country-Musik erklang und man konnte nicht glauben, dass es eine Band aus Down Under ist. Mit Namoi River Farmer wird die Musik schneller und es machen sich Einflüsse von Punk breit, was aber gut zusammen passt und die Musik abrundet. Kommt man zum Refrain, möchte ich anstatt “ a ha ha ha “ immer, I walk the line singen. Dan O`Halloran ist ein langsames Lied, was ein schöner Kontrast zum vorherigen Lied ist. Nun übernehmen E-Gitarre, Banjo und Drums die größte Arbeit. Sie sind in den nächsten drei Songs die im Vordergrund spielenden Instrumente, wobei Gitarre und Geige auch zum Einsatz kommen. Die EP ist gut abgestimmt, was Musik und Gesang belangt. Bei der Musik kann man die Seele baumeln lassen und sich auch zur Musik bewegen. Alles ist dabei, von langsam bis schnell. Man möchte mit dem Auto durch die Welt dahin gleiten, einfach nur cruisen. Nun kommt aber noch ein Stück, My Name is Pat McHugh. Irish Folk vom feinsten, in einer Live Aufnahme. Sie haben es drauf, auch Folk zu spielen. Man hört Gläser klappern und Gäste aufschreien, als die Musik anfängt zu spielen. Man möchte dabei sein und ein guten alten Irish Whiskey trinken. Das Lied ist wie ein Irish Whiskey! Vollmundig, voller Energie und hat eine feine Note.

http://youtu.be/9l9Bj1wUsf0

Paddy McHugh and the Goldminers erzählen in ihren Liedern Geschichten, Geschichten die Paddy auf seinen Reisen durch das Land gehört und erlebt hat. Wie zum Beispiel in dem Song The Cricketer`s Arms! Tag für Tag geht ein Mann in die Bar, 15 Jahre schon und flirtet mit der Bardame. Nun fragt er sie, ob sie nicht mal ausgehen wollen und sie sagt: „Nein“. Er nimmt es nicht gut auf und unter dem Gelächter der anderen Gäste verlässt er die Bar, lauert der Frau nachts auf und bringt die Frau um. Er geht in eine andere Stadt und in einer neuen Bar ist die Frau hinter dem Tresen auch wieder sehr nett zu ihm, flirtet mit ihm und das macht ihn verrückt. Er begeht Selbstmord! Und die Moral von der Geschichte – die Mädchen hinter der Bar wollen nur Dein Geld und Mädchen hinter der Bar, seid vorsichtig mit einsamen Herzen -.

Das Cover ist selbst aussagend! Paddy McHugh and the Goldminers (die Goldsucher), ein Spaten, der in Goldnuggets steckt und das Cover in Erdfarben gehalten. Im Ganzen ist die EP gut gelungen und man hört sich den Silberling immer wieder gerne an. Da es eine EP ist, muss man sich mit einer Spieldauer von nur 27,24 min. zufrieden geben, was schade ist.

Nun ist es abzuwarten, ob Paddy McHugh and the Goldminers auch mal den alten Kontinent besuchen und uns das eine oder andere viel gelobte live Konzert darbieten.

 

Titelliste

  1. The Cricketer`s Arms
  2. Namoi River Farmer
  3. Dan O`Halloran
  4. The Moonbi General Store
  5. Gin`s Leap
  6. Lights on The Hill
  7. Comfort in the Song
  8. My Name is Pat McHugh

Homepage | Facebook | Bestellen

 

 

Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern Australien, Country Musik, Folk-Musik, Paddy McHugh, Paddy McHugh and the Goldminers von Jens Peglow veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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