Folk News
  • Aktuelles
  • Rezensionen
  • Vorankündigungen
  • Bands
    • Portraits
    • Interviews
    • Konzertberichte
  • Fotos
  • Hall of Fame
    • Video der Woche
    • Alben des Jahres
    • Band des Jahres
  • Tellerrand
  • BodhrÁnswers
  • Gewinnspiele
  • Kontakt

The Borderers ~ Tales of Love & Loss + Rise Up! (2011)

Veröffentlicht am 2. Februar 2014 von Folkaholix
Tales Of Love + Rise Up!
Tales Of Love + Rise Up!

„Tales of Love & Loss“ eröffnet mit You’re My World, das eher einem Spiritual denn dem intuitiven Verständnis von Celtic-Music entspricht. Stilistisch unfestgelegt setzen sich beide Silberlinge fort. Die Hauptgesichter der Band stellen Alex (Gesang) und Jim (Gesang, Gitarre, Keyboard, Mandoline, usw.) dar. Beide setzen mit dem Doppelalbum eine künstlerische Erinnerung. Diese gilt zum einen der Mutter von Jim, die 2011 verstarb, vor allem aber ihrem Sohn Rowan, der im Jahre 2010 „den Kampf gegen seine Depression verlor“. Ihm ist eine Seite des Covers gewidmet und hinterlässt schon vor dem Hören einen melancholischen Beigeschmack. Dies im Hinterkopf, eröffnet You’re My World erstaunlich optimistisch und weist die Verarbeitung der zu Erinnernden als Prozess des leid- aber auch freudvollen Zurückholens aus.

Die Liste der Gastmusiker füllt eine weitere  Seite und lässt, ob Anzahl und Umfang der Mitwirkenden und Instrumente, innehalten. Über drei Dutzend Mitwirkende sind aufgeführt, was auf einen ebenso erstaunlichen Umfang der Instrumentation schließen lässt. So erklingen nebst virtuoser Vielstimmigkeiten und den bereits genannten Instrumenten auch unterschiedliche Bässe, Geigen, Piano, Akkordeon, Harmonika, Klarinette, Saxophon, Banjo, Trompete und viele mehr. Folglich entfalten beide Alben ein schier unfassbares Spektrum an klanglicher Vielfalt. Light On A Hill wird durch ein getragenes Piano und Synthesizer-Sounds eröffnet. Beinahe flüsternd schleicht sich die Stimme Alex‘ ein, die sich vielerorts zu fulminanter Gewalt entfaltet. Hinzu kommt die warme Klangvibration einer Orgel und eines synthetischen Chores. Nach einem Tonartwechsel stimmt sich auch ein Dudelsack in das musikalische Geschehen ein und umspielt den bis dato zu einem imposanten Chor angewachsenen Gesang, übernimmt nach einem Break im Alleingang die Melodie und führt den Titel zu einem angemessenen Abschluss.

Jesus By My Side erinnert eher an einen illustren amerikanischen Gottesdienst. Das eingespielte Händeklatschen trägt den voluminösen Gesang, der sich hier in komplett anderer Gewandung zeigt als noch beim vorherigen Titel. Kraftvoll bricht er sich seine solistische Bahn. Im Hintergrund ertönt eine Tuba und trägt die Klavierimprovisation durch die imaginierten Kirchenhallen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

„the borderers“ direkt öffnen

Rowan’s Theme eröffnet nach dem illustren Treiben mit einem leidenschaftlich und intendiert dissonantem Geigenspiel. Warm wird das Motiv von einem Horn übernommen, indes das seichte Gitarren-Picking durch Synthesizer-Sound unterstützt wird. Es entwickelt sich ein Wechselspielt der Instrumente, denn indes die Mandoline ein Motiv wieder aufgreift, das Horn im Hintergrund weiterhin unisono unterstützt, schwingt sich die Geige im Folgenden zu freieren Gestaden auf. Lautmalerisch-sphärischer Gesang komplettiert den Gesamtduktus bevor sich alle Instrumente zu harmonischer Gleichzeitigkeit aufmachen. Immer wieder wird der intuitive Melodieverlauf von quasi-dissonanten Tönen unterbrochen. Und ebenso unerwartet endet das Stück ohne abschließenden Akkord – ein Thema, das ihrem Sohn gewidmet ist.

 

Titelliste

  1. You’re My World
  2. Love Them While You Can
  3. Light On A Hill
  4. Jesus By My Side
  5. Changing Fortunes
  6. Rowan’s Theme
  7. One In A Million
  8. My Father’s Love
  9. The Meaning of Life
  10. Danny Boy

 

„Rise Up!“ eröffnet mit Alex’ Aufforderung, die Gläser endlich gen Himmel zu recken und so auf den Titel Oi, Oi, Oi! We’re Going Down the Pub einzustimmen. Im Hintergrund ertönt ein tanz- und trinkwütiges Publikum. Der Kehrreim des Liedes entspricht dem Titel und gemäß dem Motto „nomen est omen“ werden nun illustre Töne angeschlagen. Ein Titel aus dem Bilderbuch: Der Bass walked durch den folkloristischen Duktus, das Publikum feiert und der Spiel- und Improvisationsfreude sind keine Grenzen gesetzt.

Im Folgenden erklingt Tell Me Ma / Africa und weist das musische Duo und seine Gastmusiker als außergewöhnlich vielfältig aus. Nach einer Tell-Me-Ma-Strophe folgt ein Gesangspart Jims, der insbesondere durch die Percussion an Afrika erinnert. In Folge durchdringen sich die Motive und so wird ein buntes Potpourri unterschiedlichster Stile. Der Folgetitel erklingt in Balkan-Off-Beat-Manier und wird maßgeblich vom Bläsersatz durch Trompete und Posaune getragen. Wahnsinn, was für eine stilistische Vielfalt hier an den Tag gelegt wird. Trotz permanenter weltmusischer Umorientierung wird der Gesamtstil nicht konterkariert. Es erklingen Dudelsack und Akkordeon in wohlfeiler Harmonie mit einer Brassband. Dass dieser Mix zwangsläufig in die Beine gehen muss, beweist das folgende Video (auch wenn die Aufnahmequalität eher defizitärer Natur ist):

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

„Australian band ‚The Borderers‘ at Skagen Festival 2008“ direkt öffnen

Zwischen Country, Bluegrass, Irish Folk, Polka, Spirituals, skaesken Zügen, Weltmusik und einem individuellen Allerlei zaubern THE BORDERERS eine Mischung, die es in sich hat. Zu jeder Zeit überzeugt diese Mischung und lässt sich jedoch nie einwandfrei verorten. Wer also wenig mit musischem Purismus zu tun haben will, auf virtuoses Musikhandwerk steht und dennoch immer wieder vom Einbruch des Unerwarteten überrascht werden will, muss von dieser Produktion in den Bann gezogen werden. Vielfalt und musischer Multikulturalismus vom Feinsten.

 

Titelliste

  1. Oi, Oi, Oi! We’re Going Down the Pub
  2. Tell Me Ma / Africa
  3. St. Antonin
  4. Gimme That Rhythm
  5. Finding Your Own Way
  6. Temptation
  7. I’m A Work In Progress
  8. Rise Up!
  9. Sober
  10. Ye Canny Shove Her Granny Aff the Bus

Homepage | Facebook | Bestellen

Dieser Artikel wurde in „Rezension“ mit den Schlagwörtern Oi, Oi! We’re Going Down the Pub, Rise Up!, Tales of Love & Loss, Tell Me Ma / Africa, The Borderers von Folkaholix veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Kommentieren Kommentieren abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Angaben mit * sind Pflicht.

Formatierungen und Hilfe anzeigen Formatierungen und Hilfe ausblenden

Wenn Sie ein Bild von sich hinterlassen möchten, tragen Sie bitte die E-Mail-Adresse ein, die Sie auch bei Gravatar verwenden. Möglicherweise müssen Sie sich dort zunächst registrieren.

Formatierungen mittels HTML-Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Welcher Tag kommt nach Donnerstag?
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und willige in die Verarbeitung meiner Daten in diesem Formular ein.

Video der Woche

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Video direkt öffnen

Folk-News-Radio hören

Radio

laut.fm/folknews

Nächste Sondersendung:

Radiopartner

Festivalticker

Festivals im Festivalticker

Netzwerke

Facebook-Seite auf Facebook besuchen
YouTube-Kanal auf YouTube besuchen
Instagram-Seite auf Instagram besuchen
Twitter-Kanal auf Twitter besuchen
Spotify-Kanal auf Spotify besuchen

Schlagwörter

2014 2015 Album Americana Celtic-Folk-Musik Celtic Rock Cobblestones Country Country Folk Dropkick Murphys Festival Maritim Fiddler's Green Flogging Molly Folk Folk-Musik Folk- und World-Musik Folkpunk Folkrock Folk Rock Gewinnspiel Harmony Glen Heiner Breuer Interview irische Musik Irische und schottische Musik Irish Irish and Scottish Folk Irish Folk Jan oelmann Jazz Liedermacher Max Heckel Mittelalter Folk Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS MPS Rastede Mr. Irish Bastard Nobody Knows Pop Singer/Songwriter Singer / Songwriter Stendal Tone fish Versengold Video der Woche

Neueste Kommentare

  • zvAjtkTDccSnPgWHXe zu Im Gespräch: Bea Bacher
  • YFCHzFZEhkkDfZgnrCCqFLJ zu MPS Rastede 2025 – Mythemia & Rapalje
  • OpezSgpCPyWzrZGarQcWVMj zu Im Interview: The Bally Brigade
  • zOVOENFcyjWmnOJLZplmHkAY zu MPS Rastede 2026
  • eigizEbkkRlfHfoTyui zu MPS Rastede 2026

Unterstützt von


  • © Folknews
  • erstellt von falconiform
  • Impressum & Datenschutzerklärung
  • Sitemap
  • 9. Juli 2026
  • folknews.de