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juli h. – Ein Gruß (2017)

Veröffentlicht am 2. November 2017 von Cera Herbst

Singer Songwriter, die sich mit tiefgründigen und emotionalen Songs in deutscher Sprache einen Namen machen wollen, gibt es viele. Ebenso viele verbiegen sich und mischen Pop und Mainstreamelemente mit ein, um im kommerziellen Strom mit zu schwimmen. Nicht so Julia Hoffmann und Holger Bentele. Das aus Berlin stammende Duo juli h. hat sich dem Ursprung des Songwriting angenommen und bietet auf ihrem Debütalbum Ein Gruß einen unverkrampften, persönlichen und ehrlichen Einblick in Geschichten voller erlebter Gefühle und Gedanken zu Trennungen, Festhalten und Neuanfängen.

Der Ersthörer sei vorgewarnt. Unversehens steckt man rettungslos mittendrin in dieser Musik und den Texten, deren Begleitung sich lediglich mit einem Klavier begnügt und somit der intensiven Stimme von Julia Hoffmann den nötigen Raum gibt. Ein Raum, in dem sich die emotionalen Texte frei und warm entfalten können, ohne in Melancholie zu verschwinden. Man lässt sich nur allzu gern und bereitwillig tragen. Wiedergefunden in den kleinen und großen Situationen des Lebens, so berührend einfach auf den Punkt gebracht.

„..genau das macht die Lieder für mich so wertvoll: Dass sie ehrlicher nicht sein könnten und dass sie Geschichten und Gedanken erzählen, die anderen so auch passieren – die aber vielleicht nicht jeder aussprechen würde“ (Julia Hoffmann)

So spricht die 31 jährige in Das letzte Mal deutlich aus, wie es sich anfühlt die verlorene Liebe immer und immer wieder zu durchleben. Gefühle wie Wut, Liebe und Erkenntnis werden ausdrucksstark und in melodischer Metrik durch das Lied getragen. Und auch das Versteck hält vielen einen emotionalen Spiegel vor und schafft es traurig und hoffnungsvoll zugleich zu wirken. Ein Spagat, der den Hörer aufgewühlt zurücklässt.

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„juli h. – Das Versteck“ direkt öffnen

In Einzigartig unterstützt Holger Bentele die Sängerin neben luftigen Klavierspiel mit warmer Stimme. Eine Kombination, die sich leider nur auf zwei Liedern wiederfindet und durchaus öfter genutzt werden sollte.

Ein Gruß bietet allen bewussten Hörern, neben guten Texten auch die eine oder andere Erkenntnis mit seinem erlebten nicht alleine zu sein. Und gerade weil es über die üblichen Bekenntnisse hinaus geht, fühlt man sich nach zehn Liedern wunderbar geerdet und verstanden. Ein gelungenes Debüt für zwei talentierte Musiker, die sich erst vor drei Jahren über ein Inserat gefunden haben und ein Album, das Freunden des deutschen Singer -Songwriting und echten Gefühlen, ans Herz gelegt sei.

„Und mir persönlich zeigt es, dass die Zeit vieles heilt und Gefühle sich wandeln und dass alles ein bisschen leichter wird, wenn man einen Weg findet, sich auszudrücken. Dazu braucht es keiner großen Worte. Nur einiger kleiner. Und der Musik „ (Julia Hoffmann)

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„juli h. – „Hey““ direkt öffnen

Titelliste

  1. Das letzte Mal
  2. Meine Stadt
  3. Hey
  4. Vergiss nicht
  5. Ein Gruß
  6. Einzigartig
  7. Das Versteck
  8. Vielleicht diesmal
  9. Bleib
  10. Sonntag

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Dieser Artikel wurde in „Allgemein, Rezension“ mit den Schlagwörtern Ein Gruß, Holger Bentele, Juli h., Julia Hoffmann, Prosodia, Singer / Songwriter von Cera Herbst veröffentlicht. Der Autor allein ist für den Inhalt verantwortlich. Lesezeichen setzen.
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